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Hier
einige wichtige
Daten
in chronologischer Form über die Entwicklung unseres Dorfes:
nach
955: Otto der Großelegt 50 Höfe unserer Gegend zum Schutze
des Kloster Lüneburg bei, dazu gehörten auch Höfe in
Becklingen
1197
Die Kirche des Hl. Willehad zu Bremen verkaufte Güter im
Lüneburgischem an das St. Johanniskloster zu Walsrode, darunter 6
Höfe im Kirchspiel Bergen, 2 davon lagen in Wardböhmen.
Becklingen wird nicht namentlich erwähnt, könnte aber auch
dazu gehört haben.
1231
erste nachgewiesene
urkundliche Erwähnung von Becklingen mit drei Höfen
1258
erste nachgewiesene
urkundliche Erwähnung von Oehus. Bischof Wedekind von Minden
schenkt dem Walsroder Kloster einen Zehnten zu Becklingen und Oehus.
1438
hat Becklingen 6
Höfe
1563
sind 8 Höfe in Bekeling und einer in Oihusen (Oehus) im
Untertanenverzeichnis des Fürstentums Lüneburg
abgabenpflichtig.
1588
hat Becklingen 9
Höfe
1590
Bergen wird durch ein Feuer in Schutt und Asche gelegt, die
Außendörfer bleiben verschont
1618-1648
Der 30-jährige Krieg drückt unsere Gegend sehr hart,
besonders im Jahre 1635 erfolgen unangenehme Einquartierungen von
schwedischen Soldaten
1635
Abgaben an die Königl. Schwedische Kammer im Rahmen des 30
jährigen Krieges: Becklingen muß 13 1/2 Mold Haber und 40
Pfd. Speck. Becklingen war zu der Zeit sehr arm und wüst, wurde
aber wohl nur aufgrund der Entfernung von den Besatzungskorps in Bergen
und Wietzendorf weniger zahlen als z.B. Wohlde, welches kleiner war.
1666
urkundliche Erwähnung des Becklinger Holzes im Lagerbuch der
Amts-Vogtei Bergen
1727
Auszug aus dem Contributionsregister über Güter, Nahrung und
Wiese: Becklingen wird mit 9 Höfen erwähnt.
1758
werden während
des
7-jährigen Krieges 100 Kinder in Bergen, Becklingen, Hagen,
Nindorf
und Dohnsen von Pocken getötet.
1788
Einteilung des Becklinger Holzes nach Haupt-Districte (Jagen)
1807
Der erste Lehrer in Becklingen, Hans-Heinrich Wienhöfer wurde aus
Burgdorf am 11.06.1807 nach Bleckmar versetzt
1808
Bau des 1.
Schulhauses
Haus Nr. 16 (heute H. Weide)
1810
wurde westlich des
Dorfes
die Napoleonstraße gebaut, heute Kreisstraße 54 (im
Sprachgebrauch
Ole Chaussee, Ole Stroat, Alte Straße). Alle Dörfer
mußten während des Krieges die durchmarschierenden Truppen
beliefern
1820
hat Becklingen 106
Einwohner
1848-1859
erfolgt die
Verkoppelung
der Becklinger Feldmark, Becklingen hat rund 180 Einwohner
1860
Köhler aus dem Harz sind im Becklinger Holz. Ihre
Köhlerhütten bleiben bis 1870.
1872
wird im Februar im Jagen 28 der letzte Wolf
im Becklinger Holz geschossen
1872
wird das 2. Schulhaus
Haus Nr. 22 (heute D. Ebel) gebaut. Es befindet sich in unmittelbarer
Nachbarschaft
zum ersten. Die heutige Zufahrt ist der damalige Schulhof gewesen.
1877
Schweres Hagelwetter vernichtet am 12. Juni 1877 die gesamte Ernte
1888
hat Becklingen 241 Einwohner. Der Ort hat 33 Häuser.
1896
Karl Meyerhoff
Haus-Nr.
4 (Ebels-Hof) wird Gemeindevorsteher
1897
etabliert sich in
Becklingen
ein Gesangsverein
1906
werden zwei
Bauplätze
in der Mitte des Dorfes vom Gemeindeplatz verkauft, auf dem einen stand
bis dahin das Armenhaus der Gemeinde (heute Haus-Nr. 30)
1906
brennt im Assegrund, eine kleine Ortschaft mit wenigen Häuser, die ebenfalls zur gemarkung Becklingen gehört,
das Gast- und Logierhaus „Heidkreuger“ ab. Es wird nicht wieder aufgebaut.
1907
erfolgt der Bau des
1. Spritzenhauses
auf dem Dorfplatz für die Pflichtfeuerwehr Becklingen. Das
Gebäude
ist bis heute in den originalen Farben erhalten gelieben, allerdings
durch
ein neues Feuerwehrhaus zwischenzeitlich abgelöst.
1908
Gründung der
Jungviehgenossenschaft
Oehus (bisher einmalig in Deutschland)
1909
Volkszählung am 01. November ergibt 68 Männer, 63 Frauen und
54 Kinder unter 14, somit 185 Einwohner. Die Viehzählung am 01.
Dezember ergibt 24 Pferde, 406 Schweine, 179 Rinder und 206 Schafe.
1909/10
wurde die
Kleinbahn OHE
(heute nur noch Güterverkehr) von Bergen nach Soltau gebaut und in
Betrieb genommen, mit dem Bahnhof entstanden erste Häuser an der
Bahn.
Heute ist es noch möglich, Gruppenfahrten auf dieser Strecke zu
organisieren
oder mit Vereinsveranstaltungen zu verbinden.
1912
Eine Expedition der Hamburger Sternwarte wählt Becklingen als
Standquartier zur Beobachtung der ringförmigen Sonnerfinsternis am
17. April (Bericht)
1914
erhält das Dorf
elektrisches Licht, die Häuser am Bahnhof erhalten es erst nach
dem
2. Weltkrieg
1914
Waldbrand auf der Wilden Asch, ein Feuer vernichtet 1000 Morgen Wald
1922
Gründung des Schützenvereins Becklingen, hervorgegangen aus
dem Klub Waldesgrün. Der SV
Becklingen
ist heute der größte Verein im Ort.
1924
Heinrich Dehnbostel
Haus-Nr.
21 wird Gemeindevorsteher, er löst Karl Meyerhoff Haus-Nr. 4 ab,
der
dieses Amt 28 Jahre inne hatte. Das Dorf hat zu dieser Zeit rund 235 Einwohner.
1926
weich das letzte Strohdach bei W. Habermann (Ripkenshof Nr. 5) den
Ziegeln.
1931
fand Wilhelm
Habermann
sen. beim Pflügen einen antiken Münzfund mit 23 Gold und ca.
1700 Silber und Kupfermünzen, der einen halben Meter unter der
Erde
lag und aus der Zeit von 1370 - 1472 stammt.
1932
wird der
Sportverein
Becklingen gegründet, der bis 1938 existiert hat.
1933
Otto Meyerhoff
Haus-Nr.
4 wird Gemeindeschulze (ehemals Gemeindevorsteher). Der Name
Gemeindeschulze
wird 1935 geändert in Bürgermeister. Becklingen hat
1933
255 Einwohner (aus: Statistiken des Deutschen
Reiches)
1934
wird die Freiwillige Feuerwehr Becklingen gegründet.
1935/36
wird westlich der
Ortschaft der Truppenübungsplatz Bergen für die Deutsche
Wehrmacht
gebaut und eingerichtet (heute NATO-Truppenübungsplatz). Die
Gemeinde
Becklingen verliert rund 70% ihres
Gemarkungsgebietes
mit ca. 1500 Hektar an den Truppenübungsplatz. Landwirtschaftliche
Betriebe verlieren Äcker, Forsten und Ödlandflächen.
Durch
den Truppenübungsplatz werden viele Familien umgesiedelt.
Große
Proteste und Eingaben aller Art blieben vergebens. Die Enteignung des
Eigentums
von Grund und Boden, Haus und Hof wurde erzwungen und eine angemessene
Entschädigung gezahlt. Total geräumt wurden die Ortschaften
Hasselhorst
mit 14 Familien, Hörsten mit vier Familien, Hohenrode mit 36
Familien,
Manhorn mit neun Familien und Lohe mit einer Familie. Teilumsiedlungen
erfolgten aus den Orten Wardböhmen mit 18 Familien, Belsen mit
sechs
Familien, Bergen mit drei Familien und Bleckmar mit acht Familien. In
Becklingen
war eine Familie betroffen (1938).
1936
Heinrich Ebel
Haus-Nr.
12 (Hagens) wird Bürgermeister
1936/37
entsteht eine neue
Straße (heute B 3) östlich der Ortschaft im Zusammenhang mit
der Entstehung des Truppenübungsplatzes. Die Entfernung zur
Autobahn
A7, Auffahrt Soltau-Süd, beträgt 10 km.
1937
Die
Heidhofgenossenschaft
wird aufgelöst, die Waldungen gehen an den Wehrfiskus. In
Becklingen
gehören fünf Höfe dazu.
1938
wird die neue Schule
gebaut (Haus-Nr. 48), die dritte in Becklingen
1939/45
2. Weltkrieg
- Fast die gesamte wehrfähige männliche Bevölkerung
unseres
Dorfes wird zum Kriegsdienst eingezogen. Becklingen hat 1939 231
Einwohner (aus: Statistiken des Deutschen
Reiches)
1943
fallen in der
Nähe
des Dorfes Bomben. Das Gebiet erstreckt sich vom Horstberg bis zum
Bröun
und der Asch.
1944/45
wird aus den
Dörfern
Wardböhmen, Bleckmar, Nindorf, Hagen und Becklingen eine
Volkssturmkompanie
aufgestellt. Sie gehört zum Volkssturmbatallion Bergen 24/27 und
untersteht
der Platzkommandantur Belsen. Der Volkssturmkompanie gehören alte
Männer und Jugendliche an, sie ist ausgerüstet mit 10
Panzerfäusten,
10 Karabinern und 180 Schuß Munition. Auf dem Horstberg und Oehus
Berg wird zur Verteidigung eine Verteidigungslinie mit Panzersperren
errichtet,
zur Verteidigung kommt es allerdings nicht mehr.
1945
Das Dorf hat durch die Flüchtlinge zwischenzeitlich rund 500Einwohner und wird von
englischen
Truppen besetzt. Der alliierte Kontrollrat übernimmt in
Deutschland
die Macht. Deutschland wird in vier Besatzungszonen eingeteilt.
In der Nachkriegszeit kommt
es zu starker Bautätigkeit in der "Siedlung am Bahnhof" mit der
Entstehung
einer Fabrik (Textildruckerei), die heute nicht mehr in Betrieb ist.
1946
August
Eggersglüß
Haus-Nr. 10 (Rehrmanns) wird Bürgermeister
1946
Gründung des
Turn-
und Sportvereins (TuS) Becklingen. In Anknüpfung an den
Sportverein
Becklingen der Vorkriegszeit wird erneut ein Sportverein
gegründet.
Im Verein wird Fußball mit Herren- und Jugendmannschaften, sowie
Handball im Damenbereich betrieben. Nachdem viele gute
Fußballspieler
nach Bergen gingen, war 1952 das Ende des Vereins gekommen.
1951
errichtet die
Gemeinde
ein Kriegerdenkmal auf dem Dorfplatz Es gedenkt der Toten des Dorfes
aus
dem 1. und 2. Weltkrieg und der Vermißten des 2. Weltkrieges.
1993
wird das "Kriegerdenkmal", das "Alte Spritzenhaus" und der
"Löschteich"
auf dem Dorfplatz unter Denkmalschutz gestellt.
Ab
1951 wird der englische
Soldatenfriedhof Becklingen (Becklingen War Cemetry) angelegt.
1951
Jugendgruppe - Zur
Einweihung
des Kriegerdenkmals findet sich unter Lehrer Teichmann die Jugend des
Dorfes
zusammen, um Lieder zur Einweihung des Denkmals einzuüben. Dieser
Singkreis bleibt danach bestehen und entwickelt sich in den
nächsten
Jahren zur Jugendgruppe.
1952
Im Nachbardorf
Wardböhmen wird ein Fernsehturm mit 72 m Höhe gebaut.
1952
Heinrich Ebel
Haus-Nr.
12 (Hagens) wird erneut Bürgermeister.
1959
wird in Becklingen
eine
Einschlachtgemeinschaft gegründet, die bis 1994 besteht.
1964/65
entstehen zwei
Hofstellen
beim ehemaligen Getrudenhof. Ferner werden weite Teile des
„Großen
Moores“ kultiviert.
1968
entsteht das
Dorfgemeinschaftshaus.
1970
wird die Schule in
Becklingen
geschlossen, die Kinder besuchen fortan die Schule in Bergen.
1971
wird Becklingen
im Zuge der Gebietsreform mit anderen Orten des Kirchspiels Bergen und
der Stadt Bergen zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen und ist
heute ein Ortsteil der Stadt Bergen. Die kommunalen Aufgaben werden
heute
durch den Rat der Stadt Bergen, der Stadtverwaltung und dem
Ortsvorsteher
wahrgenommen.
1971
Heinrich Ebel
Haus-Nr.
12 wird vom bisherigen Bürgermeister zum Ortsvorsteher ernannt.
1976
Die Speeldeel
Becklingen
wird gegründet
1978
erfolgte der Ausbau
der
Großen Dorfstraße und der Bahnhofsstraße (Moortrift)
bis zur B 3, mit Gehweg und Straßenbeleuchtung.
1979/80
baute der
Schützenverein
Becklingen einen vereinseigenen Schießstand mit Aufenthaltsraum
und
Toilette
1981
erhielt die
Freiwillige
Feuerwehr Becklingen ein neues Gerätehaus, das alte Spritzenhaus
unter
den Eichen von 1907 hatte ausgedient.
1981
Günther Ebel
Haus-Nr.
22 wird zum Ortsvorsteher ernannt und übernimmt von seinem
Vorgänger
Heinrich Ebel die Amtsgeschäfte.
1984
erfolgt der Weiterbau
der Bahnhofstraße (Moortrift) von der B3 bis zum Bahnhof,
ebenfalls
mit Gehweg und Straßenbeleuchtung.
1984
Herausgabe der "Geschichte der Feuerwehr in Becklingen" von
Günther Ebel
1985
wird die
Ortschaft
an das zentrale Netz der städtischen Wasserversorgung
angeschlossen.
1985
Die
Erdgasfündigkeiten
im niedersächsischen Becklingen und Westerholz legen zusammen mit
den früheren Funden von Wietzendorf und Söhlingen den
Grundstein
für den Ausbau des Erdgasgeschäftes der RWE Dea, das durch
weitere
Fündigkeiten vor allem in Hemsbünde und Völkersen in den
Folgejahren zu einem bedeutenden Erdgasförderunternehmen wird.
1986
wird das Große
Moor bei Becklingen mit einer Größe von 850 Hektar unter
Naturschutz
gestellt.
1986
Im Nachbarort
Wardböhmen
wird ein größerer Fernsehturm erbaut. Für einige
Jahre
stehen zwei Türme nebeneinander, bis die technische Einrichtung
ausgetauscht
ist und der alte Turm abgebrochen wird.
1988 Veröffentlichung und Herausgabe
der Schulchronik Becklingen, Bd. I, 1916-1937 von Günther Ebel
1992
wird das
„Kriegerdenkmal“,
das „Alte Spritzenhaus“ und der „Löschteich“ auf dem Dorfplatz
unter
Denkmalschutz gestellt.
1994/95
wird die
Abwasserkanalisation
gebaut.
1994/95
wird ein altes
Backhaus
auf Bargmannshof (Denecke Haus-Nr. 8) wieder in Stand gesetzt, um in
Zukunft
Backtage veranstalten zu können.
1996
wird im Nachbardorf
Wardböhmen
der erste Fernsehturm aus dem Jahre 1952 abgebrochen. Alle technischen
Einrichtungen sind auf dem neuen größeren Turm im Laufe der
letzten Jahre umgesetzt.
1997
Teilnahme Becklingens am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner
werden". Von 180 gemeldeten Dörfern in Kategorie A (bis 1000
Einwohner) kam Becklingen auf Anhieb unter die ersten 20 im Kreis- und
Bezirkswettbewerb.
1999
wird der Bekler
Backhus
Verein gegründet.
2000
Erneute Teilnahme Becklingens am Wettbewerb "Unser Dorf soll
schöner
werden". Becklingen verfehlt im Bezirkswettbewerb nur knapp den Einzug
zum Landeswettbewerb. Becklingen erhält jedoch einen Sonderpreis für
die "vorbildliche landschaftstypische Einfriedung von Gemüse- und
Ziergärten. Am 31.12.2000 hat das Dorf 382 Einwohenr (Quelle: Stadt Bergen)"
2001
Für alle ehemals
selbständigen Gemeinden im Stadtgebiet Bergen
beschließt
der Rat der Stadt Bergen die Einrichtung von Ortsräten. Die
Belange
der Ortschaft werden jetzt durch einen fünfköpfigen Ortsrat
mit
einem Ortsbürgermeister an der Spitze wahrgenommen.
2002
Becklingen wird an
das
Gasnetz angeschlossen. Wilhelm Hohls wird nach dem Tode von
Günther
Ebel neuer Ortsvorsteher.
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