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Becklingen
liegt an der
nördlichen
Grenze des Landkreises Celle und gehört zum Bereich der
Südheide.
Die Ortschaft liegt eingebettet in eine Landschaft, die auf 5 km
Entfernung
in der Gemarkung drei verschiedene Gesichter zeigt.
Östlich
der Ortschaft
liegt das "Große Moor", ein überwiegend kultiviertes
Hochmoorgebiet
für Vieh- und Weidewirtschaft mit noch naturnahen
Restmoorflächen.
In den 50er Jahren war das Gebiet noch ein lebendes Hochmoor.
Zugunsten eines Siedlungsvorhabens wurde das Moor entwässert und
größtenteils zu Grünland kultiviert und zum Teil auch
aufgeforstet. Auf den unkultivierten Flächen
ist Anflugwald aufgewachsen. Nur in den zentralen Bereichen ist noch
Hochmoorvegetation zu finden.
Das
Moor liegt in seiner Ausdehnung in den Landkreisen
Soltau-Fallingbostel
und Celle. 1986 wurde das "Große Moor bei Becklingen" zum
Naturschutzgebiet
erklärt. Es umfaßt etwa 850 Hektar, davon liegen 666 ha im
Landkreis Celle und 184 ha im Landkreis Soltau-Fallingbostel,
und wird heute
schrittweise
wieder renaturalisiert. Seit dem 16. Dezember 1985 ist das Gebiet unter
Schutz gestellt. Eine Fläche von 776,6 ha ist als FFH-Gebiet
(Flora-Fauna-Habitat, eine Naturschutz-Richtlinie der EU) ausgewiesen.
Es
weist eine artenreiche Pflanzen-, Wild- und
Vogelwelt auf. Das Land Niedersachsen, zuständig
als untere Naturschutzbehörden sind die Landkreise Celle und
Soltau, hat hier umfangreichen Flächenerwerb getätigt und
damit die Voraussetzung für eine Wasserrückhaltung und die
Moorregeneration geschaffen. Die randlich wachsenden Wälder werden
unter Förderung des Laubholzes zu Altbeständen entwickelt. Ziel ist es, das
Moor wieder in einen günstigen Zustand zu versetzen und dem
Birkhuhn einen geeigneten Lebensraum zu bieten. Große Probleme
bereiten die Kulturheidelbeeren, sowie die aus Nordamerika stammende
Späte Traubenkirsche. Bei beiden Arten wird die Ausbreitung
allmählich zum Problem. Die Verordnung zum
Naturschutzgebiet finden Sie hier.
Westlich
der Ortschaft
befindet
sich das ehemals zur Gemarkung gehörende "Becklinger Holz", heute
Gebiet des Truppenübungsplatzes Bergen, mit einer mit Buchen und
Fichten
bestandenen Endmoränenlandschaft. Deren höchste Erhebungen
sind
der Falkenberg mit 152 m und der Harkenberg mit 143 m.

Zwischen
beiden Gebieten
liegt
eine fruchtbare Ebene mit Sand- und Lößböden, die
landwirtschaftlich
überwiegend mit Getreide-, Kartoffel- und Rübenanbau genutzt
wird.
Im
nördlichen Bereich, vom Hamberg an der Kreisgrenze
über
den Kattenberg im Großen Moor bis zum Tannensieksberg, befindet
sich
eine bronzezeitliche Hügelgräberkette mit ehemals 53 und
heute
noch 13 vorhandenen Gräbern aus der Zeit 1700 bis 1200 vor Christi.
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